Donnerstag, 12. Juli 2012

Ein guter Tag

Heute ist ein guter Tag. Habe meine wirren Gedanken der letzten Tage ein wenig ordnen können. Es ist jetzt bald 5 Jahre her. Da bereitet mir Kummer. Es fing eigentlich alles damit an, dass ich das ich eine alte Telefonnummer in meinen Sicherungskopien gesucht habe und dann irgendwie im Foto-Ordner hängen geblieben bin. Dann die Situation in der Bibliothek. War nicht leicht.

Habe mein Problem neulich mal ganz gut in Worte fassen können, zumindest die eine Seite davon:
wenn jeder besonders auf dich rücksicht nimmt, dann wirst du quasi ständig mit dem grund, warum man auf dich rücksicht nimmt konfrontiert. niemand ist normal. [...] was ich verstehen kann. es ist schwierig, klar erwarte ich von menschen, die mir nahe stehen eine besondere rücksichtnahme, aber nicht in jeder sekunde. aber auch niemanden der sagt "nun is aber mal gut." und menschen die nichts davon wissen, behandeln mich eben total normal. wie mein prof neulich, da kam ich zu spät rein und er sagte "modedesign ist neben an." - alle lachten, auch der prof, weil er mich ja erkannt. aber es war eben ein witz auf meine kosten. man hat so zur hälfte über den insider gelacht, dass die puppen im gebäude a sind und zur anderen hälfte über mich.
Die andere Seite ist irgendwie das genaue Gegenteil. Ich mag manchmal über Dich reden, aber ohne das jeder glaubt, dass Falle zurück in tiefe Trauer. Trotzdem vermeide ich es über Dich zu reden, damit sich niemand sorgen macht. Deine Eltern und Dein Bruder waren neulich hier. Ich fand den Abend schön und Deine Eltern haben mich zum Essen eingeladen, wenn die Prüfungen vorbei sind. Du musst Dir keine Sorgen um sie machen. :)

Dienstag, 10. Juli 2012

kalt erwischt

jemand trug dein aftershave. kurz darauf rief jemand deinen namen. zufall, waren nicht mal die gleichen personen. wirft mich seit zwei stunden aus der bahn. das ist nicht gut, nicht jetzt. hab schon zuviel stress, prüfungen und der 27. nähert sich auch. ich krieg das bild nicht mehr aus dem kopf. ich vermisse deine stimme.

Montag, 18. Juni 2012

Ich bin entsetzt

Ich musste mir gestern beim Fußballspiel gegen Dänemark nicht nur ständig von irgendwelchen Idioten anhören, dass mein Lieblingsspieler ein Fischauge und ein Kanake ist, sonder selbiges Wort hat dann am Abend noch eine andere Person verwendet. Jemanden dem ich gerade innerlich den Status "Freund" zugeschrieben habe und das mach ich ja nun nicht von jetzt auf gleich.

Bei irgendwelchen Idioten, die keine Ahnung haben und ein Spiel kaum lesen können und mit denen ich bis auf den Blick auf die gleiche Leinwand nix gemein habe, mag mir das egal sein, auch wenn mir diese Beobachtung an mir nicht gefällt. Aber ich bin da hilflos bei soviel Dummheit. Da kann der Moderator 100x mal darauf hinweisen, dass die Dänen fast Manndeckung spielen, der Idiot wird seine Meinung dadurch nicht ändern.

Das aber ein Freund und diesen Status hatte er, als er seine Aussage machte, dieses Wort in den Mund nahm und auch noch anfing über "die Ausländer" zu sprechen war es bei mir vorbei. Ich bin so sauer und ich bin es vor allem auf mich selbst. Habe ich das nicht eher gesehen? Ich habe immer klar gesagt, dass Rassismus für mich untolerierbar ist, implizit nahm ich daher an, dass sei also klar.

Soll ich ihm jetzt die Freundschaft kündigen? Er sagt, er hätte es nicht so gemeint. Umso schlimmer finde ich es dann, dass er ein solches Vokabular benutzt, für Dinge die er nicht so meint. Er beschäftigt sich aber nicht soviel mit Politik oder sowas, es ist leicht für eine "die drin steckt" zu verurteilen, ich weiß immerhin auch, dass die Medien hierzulande nicht gerade für den Abbau von Vorurteilen sorgen oder gar einen aufklärenden Beitrag leisten sind.

Du hättest mir bestimmt gesagt, welchen Maß hier richtig ist. Du warst doch mein Kompass für sowas. :(

Sonntag, 10. Juni 2012

Positiv Ironisch

Ich habe gerade positiv ironisch reagiert. Ich habe keinen sarkastischen Witz daraus gemacht oder einen negativ ironischen Spruch gebracht. Warmes Gefühl.

Samstag, 9. Juni 2012

Verschlüsselt

Ich hatte gestern einen schönen Tag. Eigentlich wollte ich mich mit Clara treffen, aber wir haben dann alles über Bord geworfen und wollten grillen und als wir mit Leo einkaufen waren, hat er sich dann mit seinem Würstchenauflauf durchgesetzt. Es war schön, mal wieder Zeit mit ihm zu verbringen, ich glaub er weiß am aller wenigsten, wie er gerade mit mir umgehen soll. Er hatte mich vor ein paar Tagen nach Dir gefragt und ich konnte eigentlich erst ganz gut antworten und dann viel es ihm auch wieder ein und irgendwie hat man ihm angesehen, dass er total unsicher war und nicht so recht wusste, was er sagen soll.

Jedenfalls.. war Clara gestern bei mir. Sie hat mit Dennis geschrieben und ihm dabei erzählt, dass ich in Nepal war. :/ Er wusste, dass ich nicht da war, aber ich weiß nicht.. irgendwie wollte ich ihm nicht sagen wo ich war und zumindest nicht jetzt. Vermutlich macht es keinen Unterschied, aber es ist irgendwie komisch. Sie versteht mich im Moment nicht, aber sie hat Recht, dass ich mich auch nicht verstehe.

Du hast mal gesagt, dass Du für mich immer etwas besonderes sein wirst, aber ich irgendwann jemand finden werde, mit dem ich wieder glücklich sein werde und glücklicher als mit Dir. Ich habe Angst davor. Angst.. Dich zu vergessen und mich irgendwann nur noch an daran zu erinnern und dabei über mich selbst zu denken, wie jung ich damals war. Aber auch Angst davor, dass es nicht so kommt und mir immer dieses letzte Prozent fehlt.. wie bei der Geschichte mit den 99 Goldstücken, die unglücklich machen.

Ich habe es um ehrlich zu sein nicht eilig dieses Problem zu lösen.. irgendwann werde ich meine Lösung dafür finden, in meinem Kopf.

Was irgendwie viel schlimmer für mich ist, ist meine Unfähigkeit darüber mit Menschen zu reden. Es ist wie verschlüsselt, ich weiß immer nicht, wo ich anfangen soll das alles zu erklären. In der Uni kennt niemand dieses Problem, darum fühle ich mich dort wohl gerade frei. Niemand der versucht besonders rücksichtsvoll mit mir umzugehen oder sich Sorgen macht.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Du fehlst mir

heute ist es irgendwie schlimm. mein therapeut hat mir gesagt, ich solle darüber schreiben.. tagebuch. aber meine schwarzen moleskine-heftchen erinnern mich zu sehr an dich. wollte es mir vorhin nehmen, hatte mir vor unserer reise nach nepal ja extra eines geholt, aber irgendwie ist es so, dass ich es nicht als tagebuch nehmen möchte. es ist zwar leer, aber irgendwie auch voll mit den erinnerungen an dich.

du fehlst mir. hörst du? ich habe gestern in der uni ganz plötzlich angefangen traurig zu werden und musste dann raus, weil ich begonnen habe zu weinen. habe mich an die spree gesetzt. ich weiß eigentlich gar nicht wieso. ist mir auch noch nie passiert seitdem ich zurück bin.

ich hatte danach ein meeting in der agentur. ich war ziemlich schlecht drauf und der kunde wusste auch gar nicht was er wollte und dann saß da noch so eine praktikantin drin. gestern war kein guter tag.

ich will nur, dass du weißt, dass ich stark bin, aber es ist nicht immer einfach.

Mia

Zitate

Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten. (Wilhelm Busch)

Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt. (Hermann Hesse)

Morgen wird der schönste Tag in Raymond K. Hessles Leben sein. Sein Frühstück wird besser schmecken als jede Mahlzeit, die du und ich jemals gegessen haben (Tyler Durden)

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